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Schlechtes Webdesign ▷ 18.000,-€ – einfach weg!

In diesem Artikel erfährst du, wie du überteuerte Amateur-Webdesigner/in erkennst und einen teuren Fehlschlag vermeidest.
bild von einem beispiel mti sehr schlechtem webdesign

Inhaltsverzeichnis

Gleich vorweg: das ist kein Angriff auf Webdesigner, die grade erst anfangen. Jeder fängt klein an, genau wie ich. SEO-technisch ist dieser Artikel nicht sehr wertvoll für mich, aber moralisch – definitiv.

Ich habe ich mich entschieden so viele Menschen wie möglich vor Hochpreis-Amateur-Webdesignern zu warnen, welches meiner Meinung nach durch diese Coaching-Bubble enstanden ist. Das ist auch kein Stich gegen Coachings – auch ich war ein Teil davon in meiner Anfangszeit.

Man pusht sich dort gegenseitig so hoch, dass man vergisst, wo der eigene Stand wirklich ist. Ich schreibe diesen Artikel weil sich die Fälle, in denen menschen zig-tausende Euro für minderwertiges Webdedsign bezahlen, extrem gehäuft haben und ich beinahe jede Woche damit zu tun habe.

Ich spreche in diesem Artikel über echten finanziellen und emotionalen Schaden der entstanden ist und jeden Tag entsteht.

Schlechtes Webdesign zu erkennen ist super einfach!

Ich beziehe mich hier ausschließlich auf Baukästen & WordPress Webseiten. Mit den anderen Systemen kenne ich mich nicht aus. Darüber hinaus habe ich bei anderen Systemen kein Gefühl für das Preis-Leistungsverhältnis.

Die Geschichte die mich bis heute nicht loslässt

Vor knapp zwei Jahren wurde mir ein Kunde vermittelt der Hilfe brauchte. Ich saß also im Videomeeting mit einem 81-jährigen Mann der mir voller Begeisterung von seinem Plan erzählte – sein Hobby endlich zum Leben zu erwecken.

Ein Webshop. Sein Traum. Bezahlt mit einem Großteil seiner Ersparnisse.

18.000 Euro für ultimativ schlechtes Webdesign und ein Ergebnis, was wirklich 0,-€ Wert ist.

Er führte mich durch den Webshop und mir hat sofort der Schlag getroffen.

53 Plugins im WordPress-Backend. Keine 53 notwendige – 53 wild zusammengewürfelte, sich gegenseitig bremsende, teils veraltete Plugins. Die Ladezeit: über 14 Sekunden.

Das Design: ein Alptraum. Die Navigation: nicht zu bedienen. DSGVO: nicht vorhanden. Das Zahlungssystem: nicht funktional.

Die Website war von vorne bis hinten wertlos. Nicht zu retten. Es hätte länger gedauert alles zu flicken als von Grund auf neu zu bauen.

Dann zeigte er mir die Website des „Webdesigners”. Ein kleiner One-Pager. Keine Referenzen. Kein Portfolio. Nichts.

18.000 Euro.

Ich habe innerlich gekämpft wie ich diesem herzlichen, aufgeregten Mann schonend beibringen soll was ich sehe. Als ich fertig war hat er mich gefragt ob ich ihm den Webshop für einen kleinen Obolus retten könnte – er hatte wirklich alles dafür ausgegeben.

Ihr denkt jetzt: schöne Geschichte, Erwin rettet den Tag.

Leider nein.

Den Shop auch nur ansatzweise nutzbar zu machen hätte mich viele Wochen gekostet. Das für ein paar hundert Euro zu tun hätte mich im Gegenzug zigtausend Euro an entgangener Arbeitszeit gekostet. Ich konnte nicht. Ich musste ablehnen.

Dieses Gefühl begleitet mich bis heute.

Ich könnte ein ganzes Buch mit ähnlichen Geschichten füllen. Deshalb gibt es diesen Artikel.

Was ist überhaupt ein schlechter Webdesigner?

Nicht jeder der günstig arbeitet, ist schlecht. Nicht jeder Anfänger ist unseriös. Der Unterschied liegt woanders: Ein guter Webdesigner – egal auf welchem Level – ist ehrlich über das was er liefern kann. Er verlangt Preise die zu seiner Leistung passen.

Ein schlechter Webdesigner verspricht mehr als er halten kann. Und verlangt dafür Preise die er nicht rechtfertigen kann.

Und wie gesagt ist dieses Verhalten hauptsächlich durch Coaching-Kultur entstanden.

„Skaliere dein Business jetzt von 1.000 € auf 7-stellig in 22 Tagen” – sowas meine ich, lol!

10 Warnsignale die du vor der Beauftragung kennen musst

1. Die eigene Website ist das erste und wichtigste Warnsignal

Das ist so simpel dass es fast wehtut – und trotzdem wird es von den meisten komplett ignoriert.

Bevor du irgendjemanden beauftragst: Schau dir seine eigene Website an. Nicht kurz drüberscrollen – wirklich anschauen. Lädt sie schnell? Sieht sie modern aus?

Gibt es echte Referenzen mit klickbaren Links zu live Projekten? Steht da irgendwo was über SEO, über Strategie, über Prozesse?

Im Fall des 81-jährigen Herrn war die Antwort auf alle diese Fragen: Nein.

Ein One-Pager. Keine Referenzen. Kein Portfolio. Keine Erklärung was der „Webdesigner” überhaupt macht oder wie er arbeitet.

Und trotzdem hat jemand diesem Mann 18.000 Euro abgenommen.

Ich sage nicht dass jede günstige oder kleine Website automatisch ein Warnsignal ist – ich selbst hatte am Anfang keine Traumwebsite. Aber wenn jemand für ein Projekt in dieser Größenordnung beauftragt wird und nicht mal in der Lage ist sich selbst ordentlich zu präsentieren, dann frage ich mich: Was genau hat der Kunde eigentlich bezahlt?

Mein Tipp: Geh auf die Website des Webdesigners. Öffne Google PageSpeed Insights und gib die URL ein.

Wenn die Ladezeit miserabel ist und der Score unter 50 liegt – dann weißt du was du wissen musst. Wer seine eigene Website nicht im Griff hat wird deine auch nicht im Griff haben.

2. Keine echten Referenzen – oder Referenzen die du nicht anklicken kannst

Das ist der einfachste Check der Welt und wird trotzdem von den meisten nicht gemacht.

Frag nach Referenzen. Nicht nach Screenshots. Nicht nach Mockups. Nach echten Links zu echten live Websites die heute im Netz stehen und für echte Unternehmen gebaut wurden.

Dann geh auf diese Websites. Schau sie dir an. Sind sie schnell? Sind sie mobil nutzbar? Würdest du als Kunde dieser Firma dort eine Anfrage stellen?

Wenn ein Webdesigner dir sagt er hat keine Referenzen weil alle Kunden anonym bleiben wollen – das ist in Ausnahmefällen möglich, aber als allgemeine Aussage: Warnsignal.

Wenn alle Referenzen aus Behance-Mockups bestehen oder aus Übungsprojekten ohne echten Kunden dahinter – das ist kein Portfolio, das ist ein Skizzenbuch.

Ich verstehe dass Anfänger noch kein großes Portfolio haben. Das ist absolut okay – solange der Preis dazu passt. Wer am Anfang steht kann nicht denselben Preis verlangen wie jemand mit 11 Jahren Erfahrung und dutzenden live Projekten. Das ist keine Arroganz – das ist Marktwirtschaft.

3. Kein Briefing, keine Fragen, kein Prozess

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Kunden der vorher bei einem anderen Webdesigner war. Ich habe ihn gefragt wie der Prozess damals abgelaufen ist.

Seine Antwort: „Er hat mir ein paar Farbmuster geschickt und dann nach zwei Wochen die fertige Website.”

Das ist kein Prozess. Das ist Glücksspiel.

Ein guter Webdesigner – egal ob Freelancer oder Agentur – stellt am Anfang unbequeme Fragen. Er will wissen: Wer kauft bei dir? Was soll jemand tun wenn er auf deine Website kommt?

Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Was hat bisher funktioniert, was nicht? Welche Seiten deiner Mitbewerber findest du gut – und warum?

Diese Fragen klingen manchmal lästig. Aber ohne sie baut jemand eine Website nach seinem eigenen Geschmack – nicht nach dem was deine Kunden brauchen.

Ich habe schon Websites gesehen die wirklich schön waren. Tolles Design, gute Bilder, moderner Look. Und trotzdem haben sie null Anfragen gebracht weil die Struktur komplett am Nutzer vorbeigeplant war. Kein klarer CTA.

Kein logischer Weg der den Besucher führt. Keine Antwort auf die Fragen die ein potenzieller Kunde stellt bevor er sich meldet.

Design ohne Strategie ist Dekoration. Nicht mehr.

4. Kein Wort über SEO – nicht Mal die Basics

Ich sage dir was in vielen dieser Fälle passiert: Der Webdesigner liefert pünktlich. Die Website sieht halbwegs okay aus. Der Kunde ist kurz glücklich.

Und dann passiert drei Monate lang nichts.

Keine Anfragen. Kein Traffic. Kein einziger Anruf der von der Website kommt.

Warum? Weil niemand die Seite findet. Weil beim Aufbau kein einziger Gedanke an SEO verschwendet wurde. Keine Keyword-Recherche. Keine sinnvollen Seitentitel. Keine Meta-Beschreibungen. Keine interne Verlinkung. Nichts.

Eine Website ohne SEO ist wie ein Schaufenster das du im Keller aufgebaut hast. Wunderschön gestaltet. Perfekt ausgeleuchtet. Und trotzdem sieht es niemand.

Wenn dein Webdesigner im ersten Gespräch nicht ein einziges Mal das Wort SEO erwähnt – wenn er nicht fragt für welche Begriffe du gefunden werden willst, wer deine Zielgruppe ist, wie die Mitbewerber aufgestellt sind – dann baut er eine Website. Keine Lösung für dein Business.

SEO gehört 2025 zum Handwerk wie das Design selbst. Wer das ignoriert hat entweder keine Ahnung oder es ist ihm egal. Beides ist für dich als Kunden ein Problem.

5. Zu viele WordPress-Plugins – ist schlechtes Webdesign!

53 Plugins.

Ich schreibe das nochmal weil es mich immer noch nicht loslässt: Dreiundfünfzig Plugins auf einer WordPress-Website.

Für die die nicht wissen was das bedeutet: Ein Plugin ist eine Erweiterung die WordPress um eine Funktion ergänzt. Ein guter Webdesigner braucht für eine durchschnittliche Business-Website vielleicht 10 bis 15 davon – und er weiß genau warum er jedes einzelne installiert hat.

53 Plugins bedeutet in der Praxis: Jemand hat auf gut Glück installiert was er irgendwo gefunden hat. Jedes Plugin das nicht aktiv gepflegt wird ist ein Sicherheitsrisiko. Jedes überflüssige Plugin verlangsamt die Ladezeit.

Und wenn sich zwei Plugins gegenseitig blockieren – was bei 53 quasi unvermeidlich ist – dann friert die Website ein, zeigt weiße Seiten oder produziert Fehler die kein normaler Mensch versteht.

14 Sekunden Ladezeit. Das war das Ergebnis.

Zum Vergleich: Google empfiehlt unter 3 Sekunden. Studien zeigen dass über 50% der Nutzer eine Seite verlassen die länger als 3 Sekunden lädt. Bei 14 Sekunden ist der potenzielle Kunde längst bei der Konkurrenz.

Frag deinen Webdesigner ruhig mal: Wie viele Plugins wirst du installieren und warum? Wer auf diese Frage keine klare Antwort hat sollte keine 18.000 Euro bekommen.

6. Nach dem Launch bist du auf dich allein gestellt – oder komplett abhängig

Beides ist ein Problem, aber aus unterschiedlichen Gründen.

Fall eins: Du bekommst nach dem Launch keine Einweisung, keinen Zugang, keine Erklärung wie du Texte oder Bilder selbst ändern kannst. Jede kleine Anpassung kostet extra. Du rufst an – keine Antwort.

Du schreibst – tagelang nichts. Die Website läuft irgendwie aber du hast das Gefühl dass du keine Kontrolle darüber hast.

Das ist keine Partnerschaft. Das ist ein Knebelvertrag ohne Vertrag.

Fall zwei: Du bekommst zwar Zugänge – aber niemand hat dir erklärt wie du sie nutzt. Das System ist so komplex gebaut dass du ohne technisches Wissen nichts anfassen kannst ohne Angst zu haben etwas kaputt zu machen.

Gutes Webdesign gibt dir Unabhängigkeit. Du solltest in der Lage sein den Preis eines Produkts zu ändern, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben oder ein Bild auszutauschen ohne jedes Mal jemanden anrufen zu müssen.

WordPress mit Elementor macht genau das möglich – wenn es jemand richtig einrichtet und dir zeigt wie es funktioniert. Eine kurze Einweisung nach dem Launch ist für mich selbstverständlich. Für manche offensichtlich nicht.

7. Kein schriftliches Angebot, keine Leistungsbeschreibung, keine Klarheit

Ich werde nie verstehen wie Menschen Tausende von Euro auf Basis eines mündlichen Gesprächs überweisen.

Aber ich verstehe warum es passiert: Der Webdesigner wirkt nett. Das Gespräch läuft gut. Man vertraut. Und dann fragt man nicht mehr nach dem Vertrag weil man das Gefühl hat dass es unhöflich wäre.

Kein Vertrag bedeutet kein Schutz. Wenn die gelieferte Website nicht das ist was besprochen war hast du ohne schriftliche Grundlage wenig Handhabe.

Verlange immer ein schriftliches Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung. Was genau wird geliefert? Wie viele Unterseiten? Ist SEO enthalten – und wenn ja, was genau? Gibt es eine Einweisung? Was passiert bei Änderungswünschen während des Projekts?

Wer diese Fragen nicht beantworten kann oder will macht das aus einem Grund.

8. Die Google-Bewertungen sehen zu gut aus um wahr zu sein

Fünf Sterne. 47 Bewertungen. Alle binnen drei Monaten. Alle mit demselben Satzbau. Alle ohne ein einziges konkretes Detail zum Projekt.

„Super Arbeit! Sehr zufrieden. Gerne wieder!”

Das ist keine Bewertung. Das ist eine Bewertung die jemand für 2 Euro auf Fiverr gekauft hat.

Ich sage nicht dass jede 5-Sterne-Bewertung fake ist – ich selbst habe Bewertungen von echten Kunden die ich sehr schätze. Aber es gibt ein paar Muster die du kennen solltest bevor du dich von einer langen Sterneliste blenden lässt.

Schau dir die Profile der Bewerter an. Hat der Account nur diese eine Bewertung hinterlassen – und sonst keine Aktivität bei Google? Kein Profilbild, kein Name der zu einer echten Person gehört, keine anderen Bewertungen? Das ist ein starkes Indiz.

Schau auf den Zeitraum. Wenn ein Webdesigner innerhalb von zwei Wochen plötzlich 30 neue Bewertungen bekommt ohne dass sich sonst etwas verändert hat – dann war da jemand fleißig. Nur nicht beim Webdesign.

Schau auf den Inhalt. Echte Kunden schreiben konkret. Sie erwähnen was gebaut wurde, wie die Zusammenarbeit war, was ihnen besonders gefallen hat. Fake-Bewertungen sind generisch, austauschbar und könnten für jeden Dienstleister der Welt stehen.

Und das Perverseste daran: Manchen Kunden fällt das nicht auf. Sie sehen 47 Bewertungen, denken „der muss gut sein” – und landen genau bei dem Menschen der ihnen am meisten schaden wird.

Google geht mittlerweile aktiv gegen Fake-Bewertungen vor – aber das System ist noch weit davon entfernt perfekt zu sein. Bis dahin musst du selbst hinschauen.

Bild von guten bewertungen beim artikel über schlechtes webdesign
Bild von guten bewertungen beim artikel über schlechtes webdesign

9. Kein Impressum – oder ein Impressum das nicht stimmt

Das ist einer der einfachsten Checks den es gibt – und gleichzeitig einer der aufschlussreichsten.

Jede gewerbliche Website in Deutschland braucht ein Impressum. Das ist keine Empfehlung, das ist Gesetz. Name, Adresse, Kontaktdaten, Steuernummer oder USt-IdNr. – alles muss rein, alles muss stimmen, alles muss erreichbar sein.

Wenn die Website deines Webdesigners kein Impressum hat: Lauf.

Nicht weil er ein schlechter Mensch ist – sondern weil er entweder nicht weiß dass es Pflicht ist, oder weil er es bewusst weglässt weil er nicht gefunden werden will. Beides ist für dich als potenziellen Kunden ein Problem.

Ich habe Fälle gesehen wo das Impressum zwar vorhanden war – aber mit einer Adresse die nicht existiert. Oder mit einem Namen der nicht zum Gewerbeschein passt.

Oder wo unter „Kontakt” nur ein Formular steht und keine einzige Möglichkeit die Person direkt zu erreichen.

Weil du im Streitfall weißt wen du vor dir hast. Weil du weißt dass diese Person greifbar ist.

Ein vollständiges korrektes Impressum zeigt dass jemand sein Gewerbe ernst nimmt und keine Angst hat mit seinem Namen für seine Arbeit einzustehen.

Und wenn jemand nicht mal bereit ist seinen echten Namen auf seine eigene Website zu schreiben – warum solltest du ihm dann dein Geld geben?

10. Was du tun kannst wenn es bereits passiert ist

Vielleicht liest du diesen Artikel und denkst: Zu spät. Das Geld ist weg. Die Website ist wertlos. Und der Webdesigner antwortet nicht mehr auf Nachrichten.

Ich höre das öfter als mir lieb ist.

Zunächst das Wichtigste: Du bist nicht dumm weil es dir passiert ist. Diese Menschen sind oft gut darin Vertrauen aufzubauen. Sie reden überzeugend, versprechen viel und verschwinden wenn die Rechnung bezahlt ist. Das passiert erfahrenen Unternehmern genauso wie dem 81-jährigen Mann aus meiner Geschichte.

Aber es gibt Möglichkeiten.

Schritt 1: Schlechtes Webdesign dokumentieren, Screenshots, Mails etc.

Sammel jeden Screenshot, jede E-Mail, jeden WhatsApp-Verlauf, jedes Angebot – alles was du hast. Was wurde versprochen? Was wurde geliefert? Wo liegen die Unterschiede? Je vollständiger deine Dokumentation ist desto besser stehen deine Chancen.

Schritt 2: Schriftlich abmahnen

Setze dem Webdesigner eine schriftliche Frist – per E-Mail mit Lesebestätigung oder per Einschreiben – und fordere konkret was du erwartest: Nachbesserung, Rückerstattung oder beides. Halte die Frist kurz aber fair: 10 bis 14 Tage sind üblich.

Manche reagieren auf eine schriftliche Forderung plötzlich sehr schnell. Schweigen war vorher billiger.

Schritt 3: Anwalt für Medienrecht oder IT-Recht hinzuziehen

Wenn nichts passiert ist ein Anwalt der nächste Schritt – und kein ungewöhnlicher. Gerade im Bereich Webdesign und digitale Dienstleistungen gibt es spezialisierte Anwälte für Medienrecht und IT-Recht die genau solche Fälle kennen.

Sie prüfen ob ein Werkvertrag vorliegt, ob die vereinbarte Leistung mangelhaft ist und welche Ansprüche du hast. Bei einem Schaden von mehreren tausend Euro ist das kein übertriebener Schritt – das ist dein gutes Recht.

Ein erster Anruf bei einem Anwalt mit Erstberatung kostet oft weniger als du denkst. Und manchmal reicht bereits ein Anwaltsschreiben damit sich auf der anderen Seite plötzlich doch etwas bewegt.

Schritt 4: Google-Bewertung hinterlassen – warne die Anderen vor diesem Dienstleister

Sachlich, konkret, ohne Beleidigungen. Beschreibe was versprochen wurde und was geliefert wurde. Das schützt andere Kunden vor derselben Erfahrung – und ist vollkommen legal solange du bei der Wahrheit bleibst.

Du kannst auch bei der Verbraucherzentrale in deinem Bundesland Rat holen – kostenlos, unkompliziert und oft ein guter erster Schritt bevor du zum Anwalt gehst.

Oder, du wendest dich an einen erfahrenen Webdesigner/Agentur. Man muss ja nicht gleich immer mit einem Anwalt drohen. Stelle sicher, dass du jetzt mit einem erfahrenen Dienstleister connected bist und besprecht zusammen, was deine Website Wert ist und wo nachgebessert werden muss.

Wie kann ich es mir erlauben, über fremde Arbeit zu urteilen?

Einen One-Pager der aussieht wie aus den 90ern für 8000,-€ zu verkaufen = SCAM! Mehr nicht. Oder eine normale Homepage mit 8 Unterseiten für 25.0000,-€ = SCAM.

Fazit: Beuge schlechtes Webdesign vor indem du dich erkundigst!

Ich habe selbst klein angefangen. Ich habe selbst Websites gebaut die ich heute nicht mehr so bauen würde. Das ist normal – das gehört dazu.

Was nicht dazu gehört: 18.000 Euro von einem 81-Jährigen zu nehmen und ihm dafür einen wertlosen Webshop zu liefern.

Wenn dieser Artikel auch nur einer Person hilft die falsche Entscheidung zu vermeiden hat er seinen Zweck erfüllt.

Du hast Fragen zu deinem Webdesign-Projekt oder willst wissen was deine aktuelle Website wirklich taugt? Ich schaue es mir kostenlos an. Wenn du schon einen Webdesigner hast und meine Einschätzung willst – jederzeit gerne!

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Erwin_Meindl

Erwin Meindl ist WordPress Experte und Webdesigner seit 11 Jahren mit Fokus auf modernes Design und Pagespeed.

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